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Reisen trotz Handicap

Unser Favorit: Kreuzfahrten

Das schönste und bequemste Reisen für uns ist das mit dem Kreuzfahrtschiff, man hat jeden Tag tolle Erlebnisse. Beim Landgang oder bei den vielen Attraktionen, Vorträgen und Anlässen auf dem Schiff wird es nie langweilig. Zudem wird für das leibliche Wohl in den vielen Restaurant oder Bars von morgens früh bis Mitternacht vom feinsten gesorgt. In der Wellness-Oase kann man Körper und Geist verwöhnen lassen. Die Behinderten-Kabinen haben wir bis jetzt auf jeder Kreuzfahrt als sehr grosszügig erlebt, mit breiten Türen sowie alles ohne Schwellen.

 

Abklärungen

Vor der Buchung ist es von Vorteil, diverse Abklärungen zu treffen. Hat es Handicapgerechte Kabinen und wie gross sind sie (m2)? Praktisch ist die Nähe zum Lift, man muss nicht lange Gänge fahren, wo morgens und abends Materialwagen der Putzequipe den Weg versperren. Mit zwei Rollstühlen wird’s eng im Zimmer. Balkone sind eher knapp bemessen und mit Absatz versehen.

Die Betthöhe ist wichtig und ob es ein Einzel- oder Doppelbett ist. Diese beschränken zu sehr den Platz um mit dem Rollstuhl zu manövrieren. Schon bei der Ankunft sollten Bet-terhöhung, Zusatzmatratze und Bett richtig platziert sein.

Die Toilettenschüsseln sind immer sehr niedrig. Wir neh-men unsere Sitzerhöhung mit, auch ein Transfer-Brettli. Bequem ist eine Urinflasche, es ist besser, wenn bei Sturm der Betroffene seine Notdurft im Bett verrichten kann. Ein Tipp: bei ruhigem Seegang Körperpflege machen.

Bei der Anmeldung werden von der Schifahrtsgesellschaft Angaben über die Behinderung erfragt (spezielle Kost, Grösse und Gewicht des Rollstuhls, usw.). Falls Hilfe benötigt wird, kann dies anmeldet werden (ev. kostenpflichtig). Es lohnt sich, die genauen Bedürfnisse anzumelden. Arzt und ein Spital sind an Bord.

 

Anreise mit dem Auto

Bustransfers mit Rollstuhl sind sehr schwierig. Wir fahren mit dem eigenen Auto zum Zielhafen. Hier werden vor dem Termi-nal die Koer ausgeladen und wir sehen sie erst in der Kabine wieder. Die Schlüssel geben wir ab und das Auto wird geparkt Am Schluss der Reise: Schlüssel abholen und das Auto steht direkt vor dem Schi. Den Parkplatz kann man direkt oder über das Reisebüro von zu Hause aus buchen, Parkkosten pro Tag: 10 – 15 Euro.

Venedig bildet eine Ausnahme, da ist das Ein- und Ausschien mühsam.

Anreise mit dem Flugzeug

Bei der Fluggesellschaft oder dem Reisebüro muss die behinderte Person angemeldet und die Grösse und das Gewicht des Rollstuhls deklariert werden. Am Flughafen besteht normalerweise ein separater Schalter für das Check-in. Eine Begleitperson sorgt für den reibungslosen Transfer durch den Zoll direkt vors Flugzeug. Je nach Art des Einstiegs wird man mit einem Kranlift hochgehoben. Es folgt die Übersetzung in einen schmalen Rollstuhl, (eigener wird zum Transport eingeladen). So wird man von der Crew, welche oft sehr gut ausgebildet ist, an den Platz gefahren. Vor Abflug steigt man zuerst ein, am Zielort verlässt man als letzter das Flugzeug. Am Ziel wartet wiederum eine Begleitperson, die uns sicher zum Ausgang bzw. Taxi bringt. Vor der Abreise buchen wir immer schon das Taxi für den Transport zum Hafen oder zum Hotel.

 

Einchecken am Hafen

Das Einchecken für behinderte Menschen ist sehr einfach, keine Wartezeiten durch einen separaten Schalter. Nach dem Papierkrieg und Fotografieren wird die Bordkarte ausgehändigt und man wird direkt zur Kabine geführt. Das Ein- und Ausschien beim Landgang ist kein Problem, weil das Personal bestens ausgebildet und sehr hilfsbereit ist.

Vor dem Auslaufen des Schiffes wird zur Sicherheit aller eine Rettungsübung durchgeführt. Mit Schwimmweste und Bordkarte muss man am besagten Ort eintreffen. Nur behinderte Menschen dürfen den Lift benutzen und werden an einen speziellen Ort eingewiesen. Je nach Schiff ist dies mühsam, da es ein grosses Gedränge gibt, Hektik und überfüllte Lifte.

Auf dem Schiff

Da ist man mit einem Rollstuhl sehr sicher und gut unterwegs, bequem kommt man überall hin. Im Theater sowie in den Buffets-Restaurants gibt es reservierte Rollstuhlplätze. In den Bars und Restaurants sind die Kellner immer sehr zuvorkommend und helfen, einen Platz zu suchen. Zudem sind zahlreiche WCs für Behinderte vorhanden. Die oberen Decks sind nur über Treppen erreichbar – schade, ist es dort oben doch sehr viel ruhiger und das Auslaufen des Schiffes sieht man von da am besten.

 

Buchungen

Die Kreuzfahrten kann man direkt bei Costa oder Aida buchen oder über Inserate in der Coop- oder Migroszeitung. Interessant sind auch Aldi- und Lidl-Angebote. Vorsicht ist bei Schnäppchen geboten: Glückskabinen gibt’s nicht als Handicap-Kabinen.

Da überall Fehler passieren, muss die Bestätigung der Buchung gut geprüft werden. Ist wirklich eine Handiap-Kabine gebucht? Wir standen auch schon vor einer zu kleinen Türe.

 

Attraktionen

Das Animationsteam sorgt bis Mitternacht für Unterhaltung, Sport, Tanzkurse, Basteln, Vorträge, Konzerte, Spiele werden angeboten. An Seetagen steigt meistens eine Party (Oktoberfest, Fasching, etc). Für Ruhesuchende gibt es viele Ecken, in die man sich zurückziehen kann. Natürlich kann man sich den ganzen Tag in irgendeinem Restaurant verpflegen. Schliesst das eine Restaurant, öffnet bereits das andere. Am Nachmittag gibt es immer Kaffee und eine grosse Auswahl an Kuchen. Morgens, mittags und abends sind bediente Restaurants offen, hier lässt die Speisekarte keine Wünsche offen. Will man etwas weniger gediegen essen, geht man ins Restaurant mit Selbstbedienung.

Die vielen Bars laden bei Musik zum Verweilen ein. Eine Shopping Tour darf nicht fehlen. Die Auswahl an Schmuck, Uhren und Handtaschen ist kaum zu überbieten. Für den täglichen Bedarf (Kosmetik) wird nur eine begrenzte Auswahl angeboten. Hingegen fehlen Alkohol und Zigaretten nicht.

In der Bibliothek ist die Bücherauswahl etwas dürftig. Auch auf einer Kreuzfahrt muss man nicht auf das Internet verzichten, es gibt Internet Corners.

Auf jedem Schiff hat es ein riesiges Casino, das aber nur abends und an Seetagen offen ist. Hier darf meistens auch geraucht werden. Markierte Raucherecken sind vorhanden.

Spezielle Anlässe sind das Captains Dinner und der Galaabend. Hier werfen sich die meisten in «Schale», die Damen führen die neuesten Trends vor und es wird eine Modeschau durchgeführt. Der Bordcoiffeur sowie der Kosmetiksalon sind an diesen beiden Tagen ausgebucht. Nicht zu vergessen ist, dass jeder Moment von der Einschiffung und Landausflügen bis zu den Partys und beim Essen von Bordfotografen festgehalten wird. Die Fotos sind auf einem Extra-Deck an riesigen Wänden ausgestellt. Hier herrscht abends immer Gedränge, will doch jeder seine Fotos anschauen bzw. kaufen

Meine Frau und ich durften auf unseren Reisen sehr viel Schönes erleben und hatten viele tolle Begegnungen mit hilfsbereiten Menschen, egal in welchem Land. Wir konnten Land und Leute und viele Kulturen kennen lernen und trotz Rollstuhl viele Sehenswürdigkeiten besuchen.

 

Unser Motto ist: Wir drängeln nie vor, sind immer zu allen freundlich und bedanken uns immer höflich. So hatten wir auf der ganzen Welt noch nie Schwierigkeiten. Werden wir auf meine Krankheit angesprochen, geben wir sachlich Auskunft. Dabei sind schon viele gute Gespräche, sogar Freundschaften entstanden.

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